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Herzlich willkommen im Modellbahnhof Lindental


1. Foto: alte Märklinbahn, welche ich als Kind gebaut hatte

Wer ich bin...

... und wie es dazu kommt, dass im Keller unseres Hotels eine Modellbahn steht.

Wer ich bin...

Mein Name ist Matthias Schön, ich bin 29 Jahre alt, vom Beruf Gastwirt und leidenschaftlicher Techniker. Ich war schon immer fasziniert von Tunnel- und Brückenbauwerken sowie von der Elektrik. Das war unter anderem auch der Grund wesshalb ich, bevor ich Gastwirt wurde - was definitiv meine Berufung ist - die HTL Krems (Tiefbau) absolvierte. Die Liebe zur Eisenbahn entstand dadurch, dass sie alle meine Interessen völlig abdeckt. Imposante Bauwerke, komplizierte Steuerungs- und Leittechnik und nicht zu vergessen, die Kraftwerke, welche den Strom für die beeindruckend starken Loks produzieren.


 

Wie alles begann...

Im Alter von 10 Jahren hab ich von meinem Opa zu Weihnachten ein altes, analoges Märklin- Starterset geschenkt bekommen, welches ich bis zu einem Alter von 16 Jahren zu einer Anlage mit ca. 9 m2 ausgebaut habe. Natürlich alles sehr kindlich und primitiv, versteht sich. Als Kind habe ich immer davon geträumt eine digitale, mit dem PC gesteuerte, Modellbahn zu besitzen. Daran war jedoch bei dieser Anlage nicht zu denken, da ich so ziemlich alle Fehler gemacht hatte, die man beim Bau einer Modellbahn nur machen kann. Ich verlor im Laufe der Zeit leider das Interesse an der Modellbahn, bis ich sie schließlich auflöste.

Der Neubeginn...

Nach der Matura zeigte mir durch Zufall ein befreundeter Lokführer seine Loksammlung. Das war der Punkt an dem meine Liebe zur Modellbahn neu entfacht wurde. Es dauerte jedoch noch bis ins Jahr 2016, als ich dann im Alter von 25 Jahren das zweite Mal anfing meinen Traum, einer digital gesteuerten Modellbahnanlage, zu verwirklichen.
 Da ich in meiner Kindheit doch einiges an Erfahrung sammeln konnte und ich nun auch noch große Unterstützung durch Rainer Modellbahnen bekam, konnte ich die Planungsphase im September 2017 abschließen und zum Bau übergehen.
 Das größte Problem während der Planung war für mich allerdings, dass es keine gute Lektüre gibt, in der die Digitalsteuerung genau erklärt wird. Die meisten Bücher konzentrieren sich entweder auf allgemeine Informationen, oder spezialisieren sich auf ein bestimmtes Produkt. Eine schöne Übersicht, wie alles funktioniert, habe ich nicht wirklich gefunden und ich musste mir somit alles selbst beibringen.

Die Entscheidung...

Als ich endlich wusste, wie die Digitalsteuerung wirklich funktioniert, entschied ich mich für den Hersteller ESU (Meiner Meinung nach der beste Hersteller). Endlich konnte es beginnen. 
Für mich war klar, dass es eine Zweileiteranlage werden muss, da ich eine reine ÖBB Anlage haben möchte und Märklin meiner Meinung nach, dafür nicht der richtige Hersteller ist.

Ein Problem, welches ich bis zu diesem Zeitpunkt noch ignoriert habe, war...

... ich hatte gar keinen Platz für die Anlage.
 Somit stand ich vor der Aufgabe einen passenden Platz dafür zu finden. Im Hinterkopf hatte ich schon immer diesen alten Erdkeller bei uns im Hotel, aber der war ja völlig hinüber...

... tja, was soll ich sagen, einige Wochen und unzählige Nachtarbeitsstunden später war auch dieses Problem gelöst.

 Nun konnte es wirklich endlich losgehen!

Da ich schon einige Piko Startersets gekauft hatte (Wegen der darin enthaltenen Taurus), begann ich, den im Nachhinein gesehen, größten Fehler beim Bau der Anlage.
Ich verwendete, die Weichen, welche im Starterset vorhanden waren, nichtsahnend, dass diese einen Produktionsfehler hatten. Froh und munter verarbeitete ich eine Weiche nach der anderen und ein Gleis nach dem anderen. Die Anlage wuchs mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Mein Motto war: "Schlaf wird überbewertet!". Im Nachhinein gesehen natürlich ein völliger Schwachsinn, aber es gefiel mir einfach.

Probleme, Probleme, Probleme...

Der Plan war eine Anlage zu schaffen, welche aus drei Teilen besteht. 

Einer Hochleistungsstrecke (Ebene 0), 

eine "alte" Bergstrecke (Ebene +1) und

einem Schattenbahnhof (Ebene -1) unter der Anlage. 

Nun, was benötigt jede Hochleistungsstrecke? 

Weite Radien, damit die Züge schnell fahren können.

Was hatte ich nicht? 

Weite Radien (Aufgrund des schmalen Raumes).

Es war jedoch kein Problem, da ich dies in der Planungsphase berücksichtigt hatte. Ich hab mich in diversen Foren in das Thema Gleisüberhöhung eingelesen und hab diese auch bei meiner Anlage anwenden wollen. Der zweitgrößte Fehler, den ich beim Bau der Anlage begehen konnte. - Das wusste ich natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht.

Wie es sich so gehört, habe ich natürlich, als ich die erste Runde Gleise fertig verlegt hatte, eine Probefahrt mit einer PIKO Taurus gemacht. Alles funktionierte perfekt, also baute ich munter weiter, bis am 30.12.2018 das böse Erwachen auf mich wartete.


Die Ebene 0 war im Rohbau fertiggestellt. Feierlich ließ ich am Sonntag, den 30.12.2018 um 16:00 Uhr (dieses Datum sowie die weiteren blieben mir einfach in Erinnerung) den ersten Innovationszug mit 14 Wagen aus dem damals noch nicht vorhandenen Hbf. Lindental ausfahren. Nur wenige Sekunden nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hatte, passierte das Unglück. Acht der 14 Wagen entgleisten bei Tempo 200 (natürlich im Maßstab 1:87) auf der Hochleistungsstrecke im Bereich der Kurvenüberhöhung. Eine Zwangsbremsung durch das Kappen der Stromversorgung konnte gerade noch verhindern, dass die Wagen samt Lok von der Anlage fielen. 

Was war passiert? Warum?

Ich hatte alles nach Norm gebaut.
 Es stellte sich heraus, dass die Überhöhung der Gleise unterschiedlich nachgab und somit beim Überfahren die Wagen entgleisen ließ. Am gleichen Tag begann ich noch mit der Reparatur der zwei Überhöhungen mit der Länge von jeweils ca. 4m.
 Dieser Fehler kostete nicht nur viel Zeit sondern auch Geld, da sich viele Gleise nicht ausbauen ließen und ich sie somit beim Ausbau zerstören musste. 

Im Jänner 2019 war der Fehler schlussendlich behoben. Einer erneuten Innovationsfahrt stand nichts mehr im Weg. 

Im Zeitraum von 20. bis 30. Jänner absolvierte ich mit der PIKO Lok und den IC Wagen zahlreiche Fahrten. Nun schien der Weg frei für die Ebene +1, welche teilweise direkt über der Ebene 0 verläuft. Daher war es für mich auch so wichtig, dass es keine Fehler auf der Ebene 0 gab.
 Ich kann mich nicht mehr genau erinnern warum, aber aus irgendeinem Grund kam mir die Idee, dass ich vielleicht auch noch andere Züge fahren lassen sollte, bevor ich damit beginne die Gleise zu überbauen.


Am Mittwoch, den 31. Jänner 2019 um 15:00 Uhr startete ich also einen ICE, welchen ich um 15:01 Uhr völlig zerstört zwischen der Unterkonstruktion der Anlage und der Weichenstraße bergen durfte, woraufhin mir die Tränen in die Augen stiegen, welche sich innerhalb von Sekunden mit Wut vermischten. 

Warum? Wie konnte das sein?

Ich darf nun auf meinen Spoiler von oben verweisen. 
Wie sich nach langen Recherchen herausstellte, hatten von den verbauten 20 Weichen in der Ebene 0, 15 einen Produktionsfehler. Die PIKO Lok und die PIKO Wagen konnten mit diesem Fertigungsfehler zurechtkommen, andere Hersteller jedoch nicht.
 Nebenbei bemerkt, noch heute kann man Splitter des völlig zerstörten ICEs in den dunkelsten Ecken der Anlage finden. Wahrscheinlich war das die Rache der DB dafür, dass ich eine reine ÖBB- Anlage geplant hatte.


Somit hieß es: "Bitte nochmal".
Ich musste die Weichen teilweise tauschen, teilweise konnte man sie reparieren, das stellte sich im Nachhinein ebenfalls als Schwachsinn heraus.
 Nun aber war es endlich geschafft und die Ebene 0 funktionierte wirklich einwandfrei.
 Weiter mit Ebene +1.

Die Probleme reißen einfach nicht ab...

Voller Freude ging ich an die Arbeit. Es machte mir wieder unheimlich viel Spaß, sodass ich innerhalb kürzester Zeit die Ebene +1 im Rohbau fertiggestellt hatte. Wieder ließ ich den Innovationszug fahren, diesmal Gott sei Dank ohne Probleme, dachte ich zumindest.

Genau zu dieser Zeit bekam ich meinen ersten Railjet von Jägerndorfer von Rainer Modellbahnen geliefert.
Voller Freude ließ ich ihn fahren, alles perfekt, bis ich in die Ebene +1 kam. Bei jeder zweiten Kurve entgleisten die Wagen des RJ.

Warum schon wieder? Was passt denn nun wieder nicht?

Ich hatte den drittgrößten Fehler beim Bau der Anlage begangen.
 Kein Buch, kein Forum und auch nicht das Gleisbauprogramm haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass auf eine Rechtskurve bzw. Linkskurve nicht sofort eine Linkskurve bzw. eine Rechtskurve folgen darf. Woher sollte ich das wissen, dass der Radstand der 1:87 Wagen einfach zu lang ist um solche Radien fahren zu können?
 Nun galt es die Kurven zu entschärfen, was im Nachhinein gesehen eigentlich relativ gut ging. Nach langen Fahrten mit sämtlichen Zügen von unterschiedlichsten Herstellern begann ich im Februar 2019 mit der Modellierung des Geländes.

Die Eröffnung...

Als Ziel hatte ich mir immer gesetzt, die Anlage im Juni 2019 mit Freunden eröffnen zu können.
 Es kostete mich viel Schlaf, aber ich konnte die Bahn tatsächlich am 01.Juni 2019 feierlich eröffnen. Natürlich war von fertig keine Rede, mal abgesehen davon, dass eine Modellbahn ja nie wirklich fertig ist.

Der Schattenbahnhof...

Nach der Eröffnung wollte ich erstmal eine Zeit lang nur "spielen" und das tat ich auch, mit Genuss! Gleichzeitig suchte ich nach einem modernen Hauptbahnhof für die Hochleistungsstrecke, leider vergeblich. Somit konstruierte ich gemeinsam mit zwei Freunden den Hauptbahnhof Lindental. Inspirieren ließ ich mich dabei vom Hbf. Wien. Ich konnte es nach einem 3/4 Jahr fast selbst nicht glauben, dass wir einen Bahnhof mit einer Länge von 250cm nur im 3D Drucker gedruckt hatten.
Ende 2019 brauchte ich aber auch endlich einen Abstellplatz für meine Züge, also begann ich im Dezember mit der Konstruktion des Schattenbahnhofs. Die Konstruktionspläne dafür hatte ich ja schon 2017 fertiggestellt. Diesmal entschied ich mich allerdings von vornherein für das Roco Gleis, da ich im Schattenbahnhof 28 Weichen verbaut habe und kein Risiko eingehen wollte.
 Das war der erste Abschnitt (holzklopf 3x) welcher seit Anfang an, dank der qualitativ sehr hochwertigen Gleise, relativ reibungslos funktioniert.

Die heutige Anlage...

Die Bauarbeiten waren somit erstmal Ende Jänner 2020 abgeschlossen und ich konzentrierte mich wieder mehr auf die Programmierung der Automatik und das Verfeinern des Geländes und der Landschaft.

Heute ist die Anlage, meiner Meinung nach endlich so weit, dass ich sie ab 27.06.2020 für Modellbahnbegeisterte durch, selbstverständlich kostenlose, Führungen zugänglich mache.

Ich freue mich auf Deinen Besuch bei mir im Hbf. Lindental.

Matthias :-)


Ein besonderes Dankeschön gilt:

Meinem guten Freund Patrick Rainer, für die vielen Ratschläge,
meiner Mama, Urlsula Hahn, für die finanzielle und seelische Unterstützung,
meinem Papa, Manfred Schön, für die finanzielle und technische Unterstützung,
meinem Stiefpapa, Gerald Hahn, für die Unterstützung beim Bau,
meinem Opa, Ewald Haider, für die finanzielle Unterstützung,
meiner Oma, Monika Haider, dass sie mir all das ermöglicht hat,

und natürlich allen anderen Freunden und Bekannten, die mich bei meinem Hirngespinst unterstützen und unterstützt haben!



Uns besuchen kommen...

Schreib mir gern eine Mail, wenn Du dir die Anlage anschauen möchtest!
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